Flurnischen Gestaltung im 2./3. Amalienstift

Die Flurnischen im 1. und 2. Stock sind nun wieder eingerichtet! Nach den Renovierungsarbeiten im 2. und 3. Amalienstift in der Minenstraße 11 standen die beiden Flurnischen leer. Unklar war, wie genau sie gestaltet werden können und was die Wünsche der Mieter*innen sind. Wie kann der Raum aussehen, sodass er gerne genutzt wird? 
Mit großer Freude konnten wir Studierende der Hochschule für bildende Künste gewinnen, denen wir im Folgenden das Wort überlassen zur Beschreibung ihrer tollen Arbeit: 

Im Rahmen eines Uni-Projekts der Öffentlichen Gestaltungsberatung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg durften wir über einen längeren Zeitraum die Service-Wohnanlage der Amalie Sieveking-Stiftung begleiten. Schon bei unserem ersten Besuch im Juli 2024 wurde deutlich, wie viel Potenzial in diesem Ort steckt, vor allem in den bislang ungenutzten Flurnischen des Gebäudes. In einem ersten Workshop mit den Bewohner:innen und in Gesprächen mit den Sozialarbeiter:innen wurde schnell klar, worum es geht: Es fehlt an einfachen, zugänglichen Begegnungsräumen im Alltag. 
Anfangs waren wir eine Gruppe von vier Studierenden – Jeanie, Elisa, Emma und Sandra. Über die Zeit hat sich das Team verändert: Nach eineinhalb Jahren waren wir nur noch zu zweit, weil Jeanie und Elisa ihr Studium in der Zwischenzeit abgeschlossen hatten. Auch bei uns selbst war inzwischen viel los, wodurch sich der Prozess immer wieder verzögert hat. Sandra war ein halbes Jahr in Wien und Emma parallel in anderen Projekten eingebunden. Trotzdem haben wir das Vorhaben nicht aus den Augen verloren.
Vor allem das letzte halbe Jahr wurde dann nochmal richtig intensiv, denn in dieser Phase wurde geplant, gebaut, gestrichen, geschraubt, ausprobiert und angepasst. Dabei haben wir sehr viel gelernt und standen oft vor praktischen Herausforderungen. Besonders schön war für uns der Austausch mit den Mitarbeiter:innen und Bewohner:innen. Wir wurden mit großer Offenheit empfangen und uns wurde viel Begeisterung entgegen gebracht. 
Entstanden sind nun Flurnischen, die mehr sind als „Ecken“ im Gebäude: kleine Aufenthaltsorte, die zu Begegnung und Alltag einladen. Runde Formen, kräftige Farben und eine freundlichere Atmosphäre machen sie zugänglich und leicht nutzbar. Es gibt Möglichkeiten zum Tauschen, Sitzen, Lesen oder Kaffee trinken, einen Tisch zum Zusammenkommen sowie Flächen für Informationen und Ankündigungen. Auch Licht, Pflanzen und bunte Dekoration spielen eine Rolle, damit die Räume nicht nur funktional, sondern wirklich heimelig werden.
Wir hoffen sehr, dass die Nischen sich auch ohne uns weiterentwickeln dürfen, gemeinsam mit den Bedürfnissen der Bewohner:innen, und dass sie langfristig zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags werden.
Vielen Dank für alles, vor allem für das Vertrauen und die Möglichkeit, dieses Projekt gemeinsam umzusetzen. Uns werden besonders die ersten Workshops und die Einweihung der Nischen mit Kaffee, Kuchen und Tiramisu in Erinnerung bleiben! 
Emma & Sandra

Nun darf der Raum genutzt, gehegt & gepflegt und weiter gestaltet werden. 

Wir danken der Klaus Gratenau-Stiftung für Ihre großzügige Zuwendung zur Realisierung dieses Projektes. 

Weitere Informationen zum Projekt der Öffentlichen Gestaltungsberatung finden Sie unter https://gestaltungsberatung.hfbk.net/

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